Ernährung und Blasenschwäche im Schwangerschaftsverlauf

| 1. November 2013 | Kommentare (0)

So schön eine Schwangerschaft auch sein kann, sie ist auch mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden. Während es für viele Frauen kontraproduktiv ist, sich über diese Probleme Sorgen zu machen, bevor sie eintreffen, kann es für andere Frauen beruhigend sein, zu wissen, was auf sie zukommt. Einige der weniger schönen Seiten der Schwangerschaft in Form von Ernährungsumstellung und Inkontinenz sollen deshalb hier beleuchtet werden.

Für einige Frauen wird es schnell zur Routine, für andere dagegen bleibt es lange eine Unannehmlichkeit: Die Ernährung. Während der Schwangerschaft isst man für zwei. Ganz stimmt diese oft gehörte Aussage zwar nicht, aber zumindest was Vitamine und Mineralien angeht, steigt der Bedarf in der Schwangerschaft rapide. Besonders das Vitamin Folat sollten Schwangere in Form des Präparats Folsäure einnehmen. Folat ist unerlässlich für die Entwicklung des Nervensystems des Kindes. Es ist zum Beispiel in Blattgemüsen wie Salat oder Rosenkohl enthalten, aber auch in Schwarzaugenbohnen, Apfelsinen, Papayas und Spargel. Die in diesen Lebensmitteln enthaltenen Mengen genügen aber nicht für eine ausreichende Versorgung des ungeborenen Kindes. In Absprache mit dem Frauenarzt sollte man deshalb im ersten Schwangerschaftsdrittel täglich bis zu 600 µg Folsäure einnehmen. Weitere Mineralien, die zur gesunden Entwicklung des Kindes beitragen sind Eisen, Jod, Magnesium und Kalzium. Besonders Eisen und Magnesium sollte man ebenfalls zusätzlich zur normalen Ernährung einnehmen.

Einige Frauen leiden im Schwangerschaftsverlauf an Blasenschwäche. Diese tritt häufig erstmals im dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat auf. Dann beginnt die wachsende Gebärmutter auf die Blase zu drücken. Besonders, wenn man keinen starken Beckenboden hat, kann diese verstärkte Belastung dazu führen, dass man, zum Beispiel beim Lachen oder Niesen, einige Tropfen Urin verliert. Die meisten betroffenen Frauen haben in der Schwangerschaft nur eine leichte Inkontinenz, sodass einfache Einlagen genügen, um dem Problem entgegenzuwirken. Zudem sollte Schwangere regelmäßig den Beckenboden trainieren. Häufig lässt die Blasenschwäche zur Mitte der Schwangerschaft hin wieder nach. Spätestens nach der Geburt klingt bei fast allen Frauen die Inkontinenz wieder ab. Mit einem trainierten Beckenboden kann man aber das Risiko, in der Schwangerschaft an Inkontinenz zu leiden, erheblich verringern. Es empfiehlt sich deshalb, ab dem Beginn der Schwangerschaft, im Idealfall sogar noch früher, mit regelmäßigen Beckenbodentraining zu beginnen. Eine Anleitung dazu finden Sie beispielsweise auf den Ratgeberseiten von Tena.


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Category: Sport & Fitness, Wellness & Gesundheit

Über Oktoberly: Ich interessiere mich für verschiedene Dinge. Als Kinderkrankenschwester auf einer Säuglingsstation beschäftige ich mich viel mit den Themen Schwangerschaft und Babys. In meiner Freizeit gehe ich gerne mit meinen beiden Border Collies wandern oder versuche mich im Tortenbacken. Autor Profil ansehen.

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