Das Problem Blasenschwäche

| 18. Oktober 2013 | Kommentare (0)

In den deutschsprachigen Ländern leiden über 4 Millionen Menschen an Blasenschwäche, der sogenannten Harninkontinenz. Ungefähr 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen.

Die Ursachen können vielfältig sein und gehen von harmlosen Infektionen, über psychische Ursachen bis zu anatomischen Fehlbildungen des Körpers. Es gibt heutzutage gute Behandlungsmöglichkeiten, sodass Harninkontinenz kein Schicksal bleiben muss.

Harninkontinenz diagnostizieren

Stellt man bei sich einen unbeabsichtigten Harnabgang fest, sollte man den Weg zum Arzt nicht scheuen, um möglichst genau die Ursachen abzuklären. Oft steckt nur eine „harmlose Harnwegsinfektion“ dahinter, die mit Antibiotika behandelt werden kann. Bei Frauen kann es nach Schwangerschaften zu einer vorübergehenden Schwäche des Schließmuskels kommen. Häufige Ursachen bei Männern sind, vor allem im fortgeschrittenen Alter, Schwierigkeiten mit der Prostata.

Harninkontinenz behandeln

Je nach Diagnose durch einen Arzt gibt es verschiedene Wege zu einer erfolgreichen Behandlung:

– Regelmäßig die Blase entleeren, um ungewollten Flüssigkeitsabgang vorzubeugen.

– Tragen von spezieller Unterwäsche, die Feuchtigkeit aufsaugt und Gerüche bindet (z. B. Einlagen von Tena)

– Ein Dauerkatheder der über die Harnröhre in die Harnblase eingeführt wird. Die Flüssigkeit fließt in einen Beutel unter der Kleidung ab

– Männer können sich eine Art Kondom über das Geschlechtsteil ziehen. Der Harn wird über einen Schlauch in einen Beutel unter der Kleidung geleitet.

– Bei entsprechender Diagnose eine medikamentöse Behandlung. Medikamente haben allerdings auch immer Nebenwirkungen.

– Anatomische Fehlbildungen lassen sich durch Operationen beheben.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind beispielsweise Beckenboden – und Blasentraining.

Ein gezieltes Beckenbodentraining hat vor allem bei Frauen eine Linderung bzw. oft sogar eine völlige Beschwerdefreiheit zur Folge. Das Training muss allerdings mindestens ein halbes Jahr konsequent durchgeführt werden.

Durch ein Blasentrainig lässt sich die Blase auch „erziehen“. Dabei wird der Körper so trainiert mehrere Tage stündlich die Blase zu entleeren. Sobald die Wäsche trocken bleibt, kann das Zeitintervall langsam um eine Stunde erhöht werden. Ziel ist es einen Zeitabstand zwischen den einzelnen Toilettengängen von 3 – 4 Stunden zu erreichen.

Mit einer rechtzeitigen Diagnose und einer zielgerichteten Behandlung lässt sich Harninkontinenz gut behandeln, ohne dass es zu gravierenden Beeinträchtigungen im Alltag kommt.


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Category: Wellness & Gesundheit

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