Die Zukunft des Onlineglücksspielmarkts in Indonesien

| 7. September 2013 | Kommentare (0)

In Asien zieht der Markt des Online-Glücksspiels mehr und mehr fans an. Die Mehrheit der Branchenexperten glaubt daher, dass es in den nächsten Jahren zwei maßgebliche Trens in Asien geben wird : eine wachsende Zahl von Menschen die am Online-Glücksspiel interessiert sind sowie das Japan der zweitgrößte Markt auf diesem Gebiet innerhalb Asiens wird.

Auch wenn erwartet wird, dass die Online-Glücksspielbranche in der asiatischen Pazifikregion von momentan 34,4 Milliarden US Dollar auf 79,3 Milliarden US Dollar wachsen wird innerhalb der nächsten Jahren (laut einer Schätzung von Global Gaming Outlook unter der Leitung von PriceWaterhouseCoopers), haben Länder wie Indonesien stets gegen diesen Trend gekämpft.

Anfang Juli 2013 haben drei indonesischen Ministerien – die Ministerien für Soziales, religiöse Angelegenheit sowie Kommunikation und IT – angekündigt, dass sie zusammenarbeiten werden um in Zukunft alle Formen des Onlineglücksspiels zu unterbinden.

Laut der Tageszeitung The Jakarta Post, verspielen Indonesier täglich Milliarden von Rupiah und manchmal sogar ihre eigenen Besitztümer falls das Geld nicht mehr ausreicht. Gleichzeitig verfolgt die konzertierte Aktion allerdings noch ein weiteres Ziel, nämlich den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten stärker zu blockieren und Straftäter zu verfolgen. 2012 annoncierten indonesische Ministerien, dass fast eine Millionen Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten gesperrt wurden, mit dem Ziel „to improve people’s ethics in using the internet for positive purposes“ (www.thejakartapost.com). Zu dieser Zeit brachte das Ministerium für Kommunikation und Information eine weitere Statistik raus die besagte, dass die momentane Anzahl von rund 45 Millionen Internetnutzern in Indonesien in den kommenden Jahren um circa 25,8% pro Haushalt wachsen wird. Der Bedarf an Optimierung für Suchmaschinen oder internationale PPC wird etwas weniger, jedoch immer noch beträchtlich ebenfalls ansteigen.

Seit 2010 gibt es in Indonesien Bemühungen das Onlineglückspiel stärker zu reglementieren und zu bekämpfen, jedoch wurden bis heute nur eine „small number“ an Webseiten des Onlineglücksspiels tatsächlich auch gesperrt laut Ashwin Sasongko, dem Minister für Informatikanwendungen (www.thejakartapost.com). Jedoch scheinen diese Bemühungen nutzlos zu sein, wenn man bedenkt, dass es auch in Asien zahlreiche Länder gibt in denen der Onlineglücksspielmarkt floriert und der Zugang auch von indonesischen PCs problemlos realisierbar ist – und diese Möglichkeit wird laut neuesten Trends auch rege genutzt, vor allem hinsichtlich großer Sportevents.

Für Indonesien geht es weiter auf diesem holprigen und unsicheren Weg, hin zur kompletten Blockierung von Onlineglückspielwebsites. Ob dies tatsächlich die gewünschten Effekte erzielen wird ist jedoch fraglich.


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Category: Internet & Technik

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