Trockene Augen und Kontaktlinsen

| 1. Juli 2013 | Kommentare (0)

Die Augen brennen und sind gerötet? Das Augenlid reibt beim Lidschlag? Dann ist es wahrscheinlich, dass man am Phänomen der „trockenen Augen“ leidet. An sich gibt es keine solche Krankheit, trotzdem nimmt die Anzahl der Patienten mit diesen Symptomen in den letzten Jahren zu.

Jeder kennt es, wenn ein Strom trockener Heizungsluft urplötzlich in die Augen bläst. Sehr gut lässt sich dies im Winter bei vielen Warenhauseingängen beobachten. Die Reaktion? Man zwinkert ständig um die Hornhaut schnell mit frische Feuchtigkeit zu benetzen, damit das Auge nicht austrocknet. Heizungsluft im Winter und die in Büros zunehmend klimatisierte Luft im Sommer setzen manch einen ständig trockener Luft aus. Denn durch Klimaanlagen gekühlte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als normale Frischluft. Trockene Luft gehört zu einer der Ursachen, doch meist müssen mehrere Faktoren zusammenwirken um ein dauerhaftes „trockene Augen“-Phänomen hervorzurufen.

Die zweite Hauptkomponente ist noch unmittelbarer selbstverschuldet: der regelmäßige Lidschlag. So einfach wie es klingt, einfach häufiges Augenzwinkern kann trockene Augen verhindern. Doch bei der Arbeit am PC wird durch das auf den Bildschirm starren die Lidschlagrate stark herabgesetzt. Zwinkert man normalerweise zwischen 10 und 15 mal in der Minute, sinkt die Rate beim konzentrierten Monitorblick auf bis zu einmal pro Minute. Doch nicht nur auf der Arbeit schaut man auf einen Monitor. Das Fernsehen abends zu Hause, das Handyspiel zwischendurch oder gar Unterhaltungsbildschirme in Straßenbahnen, Bussen oder Flugzeugen lassen den Blick starr auf einen Punkt fokussiert werden und die Lidschlagrate sinken.

So kommt es nicht von ungefähr, dass man zuerst in den USA vom „Office Eye Syndrom“ gehört hat. Bei der Anzahl an klimatisierten Großraumbüros eigentlich auch kein Wunder. Doch einfache Regeln lassen das Problem verschwinden oder machen es wenigstens erträglich:

Regelmäßige Frischluftzufuhr. Wenn es nicht möglich ist, oft zu Lüften, sollte man eben versuchen das Gebäude zu verlassen.

Kein Zigarettenqualm und wenn möglich in Rauchfreien Zonen aufhalten.

Zugluft vermeiden. Bei aller Liebe zur Frischluft gilt: Ein steter Luftstrom trocknet die Augen ebenso aus.

Bewusstes häufiges Blinzeln/Zwinkern. Man kann sich das auch wieder antrainieren. Auch immer mal den Blick schweifen lassen um die Augenmuskeln zu entspannen hilft dem Auge.

Durch seltenes Zwinkern werden Fremdkörper und Keime zudem nicht schnell genug abtransportiert, was die Problematik verstärkt und schlussendlich auch oft zur Bindehautentzündung führen kann.

Doch wie ist das ganze für Kontaktlinsenträger?

Klassische Kontaktlinsen aus Hydrogel sind regelrechte Barrieren zwischen Luft und Auge. Und somit auch zwischen befeuchtendem Augenlid und Hornhaut. So verstärken diese Linsen das Problem. Seit einigen Jahren gibt es jedoch ein vielversprechendes, neues Material aus dem Kontaktlinsen gefertigt werden. Das Silikon-Hydrogel. Dieses Material lässt bis zu fünf Mal so viel Sauerstoff an das Auge und stellt für die Sauerstoffversorgung kaum eine Barriere mehr dar. Mit der besseren Sauerstoffversorgung sinkt auch die Neigung zu Reiben und das Auge bleibt gesünder. Auch der Transport von Feuchtigkeit wird damit verbessert. Wer also an trockenen Augen leidet sollte sich bei einem Optiker nach Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel wie z.B. den Biofinity Monatslinsen von CooperVision erkundigen. Nach einer umfassenden Untersuchung und der Messung des Tränenfilms wird der Optiker die richtige Linse zur Probe anpassen. Ist alles gut, kann und sollte man bei dieser Marke bleiben.

Doch gerade mit Kontaktlinsen muss man die Regeln gegen trockene Augen beachten. Wenn die Symptome zu schlimm werden sollte die Eitelkeit dem Erhalt der Augengesundheit nicht im Wege stehen und man sollte lieber eine Brille tragen bis die Augen sich wieder beruhigt haben.


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Category: Allgemein, Wellness & Gesundheit

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