Diamanten – Neukaufpreis gegen Secondhand Verkaufspreis

| 16. Mai 2013 | Kommentare (0)

Welche Frau hat sich nicht schon sehnsüchtig am Schaufenster eines Juweliers die Nase platt gedrückt und die blinkenden, strahlenden Diamantringe bewundert.

Wir alle wissen, welch horrende Preisschilder diese Ringe haben und wieviel Diamanten wert ist. Oder wieviel sie wert scheinen.

Was also, wenn ich Ihnen sage, dass der Verkaufspreis von Diamantschmuck und der tatsächliche Wert eines Diamanten zwei vollkommen verschiedene Dinge sind?

Geschockt? Es kommt noch schlimmer…

Fragen Sie sich jetzt, wieviel Ihr Diamantring noch wert ist?

Das kann ich Ihnen natürlich nicht genau sagen. Aber ich kann Ihnen garantieren, dass es deutlich weniger ist, als Sie vielleicht denken. Sie können davon ausgehen, dass der Preis, den Sie beim Wiederverkauf Ihres Diamantrings bekommen, nur etwas 20-30% des ursprünglichen Kaufpreises sein wird (ausser vielleicht bei antiken Ringen, da kann es nochmal anders aussehen).

Wieso?

Beim Kauf eines Neuartikels zahlen Sie nicht nur die Arbeit und das Material, sondern Sie zahlen auch jeden Zwischenhändler, der auf dem Weg zwischen Rohware und Endprodukt die Hand aufhält.

Bei Diamantschmuck können Sie davon ausgehen, dass der Juwelier den Preis gut verdoppelt zu dem, was er ursprünglich beim Großhändler bezahlt hat (schließlich muss auch der Juwelier all seine Betriebskosten decken und sowohl gut geschultes Personal, als auch sichere Räumlichkeiten und ausreichende Versicherung haben ihren Preis. Er ist also nicht unbedingt darauf aus, Sie abzuzocken).

Aber auch der Großhändler hat den Schmuck ja nicht selbst produziert, sondern bereits eingekauft und schon seinen Profit und seine Betriebskosten obendrauf gerechnet, bevor er den Schmuck weiterverkauft.

Zusätzlich kommt auf den Verkaufspreis natürlich die Mehrwertsteuer von derzeit 19% in Deutschland.

Und Ihr Diamantring ist gebraucht. Er zeigt eventuell Gebrauchsspuren auf, Kratzer vom Tragen, leichte Dellen. Nichts tragisches, das meiste lässt sich rauspolieren. Aber auch das kostet Geld. Und selbst wenn Diamanten zu den härtesten Materialien der Welt gehören, so sind geschliffene Diamanten dennoch anfällig und durch das Tragen können Schäden und kleinere Abplatzungen entstanden sein, die den Wert des Steines natürlich beeinflussen.

 

Lassen Sie uns das mal exemplarisch durchrechnen, um es zu verdeutlichen:

Sie haben sich einen Diamantring gekauft, der beim Juwelier neu 3000 Euro gekostet hat.

Ziehen wir da mal die 19% MWSt ab, schon bleiben nur noch 2430 Euro.

Wir können also davon ausgehen, dass der Preis beim Großhändler um die 1200 Euro gelegen hat.

Und wenn Sie den Ring jetzt verkaufen wollen, können Sie von einem Verkaufspreis von um die 750 Euro ausgehen. Vielleicht sogar geringer, je nachdem, welche Schäden und Spuren Ihr Ring aufweist.

 

Sie sehen, es kann erst mal schocken, wenn Sie herausfinden, wieviel Sie letztlich für einen Diamantring bekommen, sollten Sie sich jemals entscheiden, ihn zu verkaufen. Daher sollten Sie im Falle eines Verkaufes nichts überstürzen und die Preise mehrerer Ankäufer vergleichen.

Seien Sie nicht scheu, verkaufen Sie nur, wenn Sie sich sicher sind, dass es der bestmögliche Preis für einen Diamantring ist. Und fragen Sie nach, ob es einen Weg zurück gibt, falls Sie es sich anders überlegen. Bei guten Ankäufern haben Sie nämlich eine Rückkaufgarantie.


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Category: Finanzen, Lifestyle, Mode & Society

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