Echte Perlen? Was ist das eigentlich?

| 2. Mai 2013 | Kommentare (0)

Ich denke mal, die meisten Frauen (zumindest ab einem gewissen Alter) haben mindestens eine Perlenkette im Schmuckkästchen. Einige auch mehrere. Andere, wie auch ich, haben vielleicht Perlenketten von Oma, Tante, Mama geerbt. Aber mal Hand aufs Herz, wer von uns kennt sich wirklich mit Perlen aus? Wie oft haben wir den Satz “Sind die echt?” schon gehört? Aber was bedeutet das wirklich? Wissen Sie, welche Perlen Sie haben? Ich nämlich nicht.

Generell unterscheidet man Perlen in zwei Kategorien – Natürliche Perlen und Zuchtperlen:

Natürliche Perlen

Wenn wir von “echten Perlen” sprechen, dann meinen wir natürliche Perlen. Sprich Perlen, die natürlich gewachsen sind und nicht gezüchtet wurden.

Perlen werden seit Jahrtausenden für ihre Schönheit und Seltenheit geliebt und geschätzt. Schon im alten China und Ägypten, im römischen Reich, selbst bei den amerikanischen Ureinwohnern waren Perlen bekannt.

Perlen bilden sich im Innern von Austern und Mollusken, wenn dort ein Fremdkörper eindringt (sei es ein Sandkorn oder ein kleiner Parasit). Es formt sich ein kleiner Sack (der Perlensack), der den Fremdkörper einschliesst und Perlmutt bildet Schicht um Schicht eine Perle um den Eindringling.

Es gibt tausende verschiedene Mollusken, von denen aber nur zirka 20 in der Lage sind, regelmässig Perlen zu produzieren. Deswegen sind natürlich Perlen sehr rar. Oftmals bilden die Perlmuttschichten eine unregelmässige Form, dem Eindringling angepasst, die perfekt runden natürlichen Perlen sind also noch viel seltener und sehr wertvoll. Der Hauptanteil der natürlichen Perlen ist unregelmässig geformt.

Im natürlichen Habitat werden nur ein kleiner Prozentsatz von Mollusken jemals eine Perle produzieren und eine noch geringere Zahl wird die gewünschte Farbe, Form und Grösse haben; und ein noch kleinerer Teil dieser Perlen wird von uns Menschen geernet. Daher wären Perlen wohl eine exklusive Sache der oberen 10.000 und der letzten Königshäuser, würden wir es vollkommen der Natur überlassen. Und die perlenproduzierenden Molluskenarten wären schon lange vom Aussterben bedroht, weil zuviele geerntet werden.

Die Lösung dieses Dilemmas sind Zuchtperlen.

 

Zuchtperlen

Es gibt verschiedene Arten von Zuchtperlen und der Wert der Perlen variiert.

Anfang des 20ten Jahrhunderts hatten japanische Forscher eine Methode gefunden, wie Perlen künstlich hergestellt werden können. Ganz grob gesagt: es wird ein Fremdkörper (Kern) in die Muschel eingesetzt, dann wird diese ins Meer zurückgeworfen, bis sich eine Perle um diesen Kern bildet. Diese Methode wurde schon früher verwendet, um halbrunde Perlen zu produzieren, sogenannte Mabé Perlen. Im Jahr 1916 wurde diese Methode von Kokichi Mikimoto patentiert.

Aber trotz des Patents wurde die Methode zwischenzeitlich verbessert und ist heute weitverbreitet. Auf diese Art werden heute nicht mehr nur marine Zuchtperlen (sogenannte Akoya Perlen) produziert, sondern auch Süsswasser-, Südsee- und Tahitiperlen.

Dank dieser Entwicklung konnten Perlen gezielt geernet werden und Zuchtperlen konnten in ausreichender Menge produziert werden, um Perlen für jedermann erschwinglich zu machen.

Die Zuchtperlenindustrie hatte schon bald die Naturperlen Industrie überholt, nicht zuletzt weil natürliche Perlen immer schwerer zu finden sind und natürliche Perlenketten heute für hunderttausende Euros versteigert werden. Egal wo Sie heute eine Perlenkette kaufen, es werden fast ausschliesslich Zuchtperlen sein.

 

Wenn Sie also eine Perlenkette daheim haben, stehen die Chancen gut, dass es eine Zuchtperlenkette ist. Aber das heisst nicht, dass die Kette nichts wert ist. Um mehr über Perlen zu erfahren und wie man Perlenketten schätzen und verkaufen können, sollten Sie diesen Ratgeber lesen.


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Category: Lifestyle, Shopping, Wissen & News

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