“4 C” bei Diamanten – was bedeutet das?

| 13. Juli 2012 | Kommentare (0)

Wir lesen immer wieder von den „4C“ bei Diamanten. Aber wofür stehen diese 4 C? Hier die Erklärung.

Carat (Karat)

Diamanten, wie auch andere Edelsteine werden in Karat angegeben. Dies bezeichnet das Gewicht des Steines. Ein Karat entspricht 0.20 Gramm. Dieses Gewicht bezieht sich natürlich nur auf den ungefassten Diamant, nicht auf das gesamte Schmuckstück.

Je größer der Diamant (und somit auch je schwerer), desto mehr ist er wert. Natürlich davon ausgehend, dass die anderen C identisch sind (zu denen kommen wir noch).

Dabei steigt der Preis deutlich an, je schwerer der Stein ist. Heißt ein einzelner 2 Karat Diamant ist deutlich mehr wert als zwei Einkarätige Diamanten, auch wenn das Gesamtgewicht das gleiche ist, nämlich 2 Karat.

Die sehen als, Größe spielt manchmal doch eine Rolle. Grosse Diamanten machen mehr her, sind prestigeträchtiger und werden daher oftmals bevorzugt. Aber nicht nur die Größe, sondern auch die Qualität spielt eine Rolle.

Bei Schmuckstücken mit mehreren Steinen wird oftmals das Gesamtgewicht je Edelstein angegeben. Sprich, wenn angegeben ist, dass Ihr Ring ein Gesamtgewicht von 1 Karat für Diamant, 0.5 Karat für Rubin und 0.5 Karat für Smaragd angibt, kann es sich hierbei um einen Ring mit je 1 Stein je Sorte handeln, oder um einen Ring mit 10 Diamanten, 5 Smaragden und 50 Rubinen. Dementsprechend variiert natürlich der Wert deutlich.

 

Color (Farbe)

Generell gehen wir davon aus, dass Diamanten alle farblos sein. Aber das ist so nicht. Die meisten Diamanten haben mindestens leichte Färbungen ins gelbe oder bräunliche.

Die Farbe des Diamanten ist der zweitgrößte Faktor zur Bewertung des Preises, nach dem Karatgewicht.

Für die Farbbestimmung gibt es eine Einteilung mit “farblos” als höchste Stufe und schrittweise Abstufungen bis hin zum gelblich/bräunlichen Diamanten.

Ein vollkommen farbloser Diamant fungiert wie ein Prisma und das einfallende weisse Licht wird in alle Farben des Spektrums geteilt. Je reiner und farbloser ein Diamant also ist, desto mehr Farben des Spektrums gibt er wieder und desto wertvoller ist er.

Seltener gibt es auch farbige Diamanten wie pink, lila, blau oder gar rot und diese sind ebenfalls sehr teuer – und wunderschön – und werden bezeichnet als “fancy” Diamanten.

Die Farbe des Diamanten wird von “D” bis “Z” eingeteilt. “D” sind die farblosen Steine, danach geht die Einteilung schrittweise bis “Z” für gelbliche Diamanten. Diamanten mit stärkerer Färbung als “Z” werden zu den “fancy” Diamanten gezählt.

 

Clarity (Reinheit)

Ich hoffe, Sie können mir noch folgen.

Nächstes “C” ist die Reinheit (Clarity). Dies gibt an, wieviele Unreinheiten und Beschädigungen der Stein aufweist (oder eben auch nicht aufweist).

Oftmals sind diese Unreinheiten und Schäden so klein, dass sie mit blosem Auge nicht erkennbar sind.

Um Ihnen die Einteilung etwas verständlicher zu machen, hier eine kurze Übersicht:

FL – Flawless

Dieser Stein zeigt bei 10facher Vergrößerung unter dem Mikroskop keinerlei Fehler, weder intern noch extern.

IF – Internally Flawless

Dieser Stein zeigt intern keinerlei Fehler, lediglich kleinste externe Spuren

VVS1, VVS2 –  very very small inclusions

Sehr sehr kleine Einschüsse, die bei 10facher Vergrößerung sehr schwer zu erkennen sind

VS1, VS2 – very small inclusions

Sehr kleine Einschlüsse, die bei 10facher Vergrößerung schwer zu erkennen sind

SI1, SI2 – small inclusions

Bei 10facher Vergrößerung sind Einschlüsse leicht erkennbar, jedoch mit blosem Auge noch nicht auszumachen

I1, I2 und I3

Dieser Stein hat Einschlüsse, die mit dem blosen Auge erkennbar sind (bei I1 nur schwer, bei I3 schon deutlich)

 

Cut (Schliff)

Der “Cut” eines Diamanten bezieht sich nicht, wie vielleicht vermutet, auf die Form (Cut bedeutet Schnitt), sondern auf die Schliffart des Diamanten. Die Art wie der Diamant facetiert ist und somit die Brechung des Lichts erlaubt.

Ein gut geschliffener Diamant wird das Licht einfangen und sofort zum Auge des Betrachters zurückstrahlen.

Manchmal wird der Schliff vernachlässigt, um den Diamant grösser zu erhalten, aber wenn er dadurch zu tief oder zu flach wird, wird er das Licht nicht schön brechen und nicht ganz so funkeln.

Die Weite und Tiefe des Diamanten haben einen Effekt auf die Lichtbrechung innerhalb des Diamanten und wie das Licht wieder austritt, was die Brillianz des Diamanten bewirkt.

Ist der Diamant zu flach wird sich das Licht am Boden verlieren und der Diamant verliert an Brillianz.

Ist der Diamant zu tief kann das Licht an den Seiten ausbrechen und der Diamant wird dunkel und trüb.

 

Wichtige Faktoren beim Schleifen von Diamanten sind das Polieren und die Symetrie.

Der Poliergrad gibt an, wie glatt die einzelnen Facetten geschliffen sind, die Symetrie wie regelmäßig und gleichmässig diese angeordnet sind.

EX steht für den Symetriegrad Exzellent, VG für Sehr Gut (very good) und G für Gut.

Symetriegrade F (fair = ok) und P (poor = arm) sollten vermieden werden.

 

Wenn Sie noch mehr über die 4C wissen wollen, oder herausfinden wollen, was Ihr Diamant wert sein könnte, schauen Sie hier.


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