Trachtenschmuck

| 9. Juni 2012 | Kommentare (0)

Trachten gibt es seit Anbeginn der Zeit. Als Tracht bezeichnet man im Allgemeinen die traditionelle Kleidung eines Kulturkreises, einer Berufsgruppen oder einer Religon überall auf der Welt.

Traditionell wurden Trachten mit dem sogenanntem Trachtenschmuck aufgewertet, als Statussymbol, um den Reichtum der Familie zur Schau zu tragen.

Gemmen, Haarnadeln, Kopfschmuck, Amulette, Ringe, Kropfbänder – Trachtenschmuck ist vielfältig.

Besonders zu festlichen Anlässen schmückte man sich mit allem was man aufbieten konnte.

Hier ein paar Beispiele für Trachtenschmuck:

Die Brautkrone – eine Kopfbedeckung, die von ledigen Frauen zu Festlichkeiten getragen wird, bis zu ihrem Hochzeitstag. Im Schwarzwald wird es auch Schäppel genannt.  Die modernere und kleinere Ausgabe davon ist das Krönchen oder das Diadem.

Ständiger Begleiter der Trachten ist auch die Haarnadel – man fand sie schon bei den alten Ägyptern 4000 vor Christus. Sie kann aus verschiedensten Materialien bestehen z.B. Gold , Silber oder auch Holz; in früheren Zeiten war sie auch aus Knochen, Elfenbein oder Horn. Im Raum Rheinland Pfalz wurde die traditionelle Haarnadel auch Tugendpfeil genannt.

Eine weitere kleine Kostbarkeit ist das Berlocken (vom französischen „ Breloques“ für  Anhängsel)dieser kleine Anhänger kann aus allen möglichen Materialien wie z. B. Edelsteine, Elfenbein, Porzellan, Gold, Silber und anderen Metall, Edelsteinen oder Porzellan bestehen. Er ist meist rund oder tropfenförmig und wird nur von Frauen getragen.

Das Kropfband ist ein Teil der bayrischen und österreichischen Tracht. Es ist ein breites Stoff- oder Samtband, das dicht am Hals anliegt und meist mit einem Anhänger oder einer Brosche geschmückt ist. In früheren Zeiten gab es im Salzburger Land, das als Ursprungsland dieses Schmuckes gilt, einen Jodmangel. Dieser Mangel führte zu einer Vergrösserung der Schilddrüse, dem sogenannten Kropf. Um diesen oder die Narben der Operation zu verdecken, wurde das Kropfband getragen.

Unabhängig vom Ursprung wurde dieses Band schnell zu einem festen Bestandteil von Trachten verschiedenster Regionen. Eine Variante davon ist die Kropfkette, die aufwendig mit Edelsteinen oder auch mit Perlen geschmückt ist.

Das Charivari, abgeleitet vom lateininschen Caribaria („Durcheinander“ oder „Verrücktheit“)  ist eine Schmuckkette meistens aus Silber an dem, je nach Kulturkreis, Schmuckstücke oder Glücksbringer hängen. Oft sind es Münzen oder Edelsteine, es können aber auch Hornscheiben, Knochen, Tierpfoten, Zähne etc sein. In heutiger Zeit verzichtet der Träger meist auf Tierelemente und konzentriert sich eher auf schöne Silberartefakte oder Silbermünzen.

Die Variante für die Frau ist in der Regel filigraner als die des Mannes.

Heute noch beliebt ist das Bettelarmband – ein Armband, meist als Gliederkette, an das man kleine Schmuckstücke oder Glücksbringer hängen kann. Es gibt die Bettelkette aus jedem erdenklichen Materia,l aber am beliebtesten sind bis heute Varianten aus Gold und Silber.  Bettelarmbänder werden heute auch im Alltag getragen, völlig losgelöst von Trachtenmode.

Bestandteil fast jeder Tracht ist der Trachtengürtel. Meist breite schwere Ledergürtel mit oft aufwendig gefertigten Gürtelschnallen. Meist sind diese aus Messing oder auch Stahl, die privilegierten Modelle wie die des Fürstenhauses sind aus edleren Materialien wie Silber.

Grandel (oder auch Grandl) ist ein Ausdruck aus dem Jagdjargon und steht für verschiedenste Trophäen. Am häufigsten spricht man davon in Verbindung mit Eckzähnen der Jagdbeute z.B. des Ebers oder Hirschs. Diese Zähne werden elegant in Broschen, Ringen, Hutnadeln oder auch Manschettenknöpfe eingefasst. Schon seit der Altsteinzeit werden Zähne als Schmuck verwendet.

Trachten sind heute aus dem Alltagsbild weitestgehend verschwunden. Regionen in Bayern und Österreich halten die Tradition der Tracht noch hoch und zu vielen Festtagen und Feiern werden die traditionellen Trachten zur Schau getragen. Aber auch wer heute keine Tracht mehr trägt, in fast jedem deutschen Haushalt finden sich noch Erbstücke und Erinnerungen an die alten Zeiten.

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Category: Lifestyle, Mode & Society, Shopping, Wissen & News

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