Internet ist Vertrauenssache

| 23. März 2012 | Kommentare (0)

Das Internet wird in unserem alltäglichen Leben immer wichtiger. Wir gehen nicht länger in die Bücherei wenn wir etwas nachschlagen wollen, wir googlen es. Wir tätigen unsere Bankgeschäfte online, wir kommunizieren mit unseren Freunden und der ganzen Welt über email, Twitter und Facebook, wir lernen neue Leute kennen und suchen die grosse Liebe über Dating Sites.

Amazon und Co ermöglichen uns ein schnelles und einfaches Einkaufen und eBay hat längst den klassischen Flohmarkt abgelöst. Klar, die Aussicht alles bequem vom heimischen Sofa zu erledigen, anstatt in eisiger Kälte oder bei Regen (und sind wir mal ehrlich, es regnet IMMER wenn man sich entscheidet einen Flohmarkt zu machen) den ganzen Tag auf einem Flohmarkt rum zu stehen, ist mehr als verlockend.

Aber diese einfache Art Geschäfte jeglicher Art zu tätigen, bringt natürlich auch Probleme und Risiken mit sich. Das Internet ist anonym und unpersönlich. Wir sehen unser Gegenüber nicht, wir kennen die Person nicht und müssen uns auf das verlassen, was uns das Internet erzählt. Wir haben keine Möglichkeit, unsere Menschenkenntnis einzusetzen um unser Gegenüber einzuschätzen oder uns auf unseren “Riecher” zu verlassen.

Je nachdem welche Interaktion wir im Internet tätigen, kann dies ein Vor- oder ein Nachteil sein.
Gibt es uns auf der einen Seite die Möglichkeit uns im Internet neu zu erfinden und jede beliebige Persönlichkeit anzunehmen (wenn wir uns in Rollenspielen wie Second Life neu erfinden, oder auf Dating Sites nach neuen Liebschaften suchen), birgt es eben auch ein Risiko, wenn wir etwas kaufen oder verkaufen möchten. Sobald Geld mit ins Spiel kommt, stellen sich unsere Nackenhärchen und wir gehen erst mal in Hab-Acht-Stellung. Und das ist auch gut so. Wir sollten uns nicht dazu verleiten lassen, unsere Vorsicht ausser Acht zu lassen, nur weil es uns so einfach gemacht wird.

Wenn wir beispielsweise Wertartikel wie Schmuck verkaufen. Die klassische Variante wäre gewesen, zu einem Juwelier oder Pfandleiher zu gehen und den Schmuck dort anzubieten. Aber mit diversen Cash4Gold und Online Pfandleiher Seiten können wir uns den Weg zum Pfandleiher sparen und auch dies von zuhause aus erledigen. Aber wie stellt man sicher, daß man nicht über den Tisch gezogen wird?

Um sicher zu sein, daß Sie sicher sind, sollten Sie einige Punkte nicht ausser Acht lassen:

–          Wirkt die Webseite seriös? Eine Seite die vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt wirkt unseriös und läßt am Anbieter zweifeln. Eine seriöse Webseite wird auch das Geld ausgeben, um die Webseite prüfen und verbessern zu lassen.

–          Gibt es eine kostenfreie Hotline? Die meisten An- und Verkaufseiten bieten einen Kundenservice an. Aber vorsicht, viele Hotline Nummern sind sehr teuer und man wird erst mal eine halbe Ewigkeit in der Warteschleife gehalten, bevor man tatsächlich mit jemandem sprechen kann. Kostenfreie Hotlines in Deutschland beginnen mit 0800. Alternativ auch 00800 (dies ist eine europaweite kostenfreie Hotline).  Kostenfreie Hotlines gelten nur aus dem Festnetz, vom Handy wird trotzdem eine Gebühr fällig. In diesem Fall also schauen, ob die Webseite auch einen Rückruf-Service anbietet.

–          Bekomm ich einen Ansprechpartner? Gibt es nur unpersönliche Emailadressen wie support@ und contact@ oder kann ich auch eine direkte Person ansprechen und anschreiben, mit der ich per Telefon und Email ein gewisses Vertrauensverhältnis aufbauen kann?

–          Gibt es Gütesiegel? Auch im internet gibt es Stellen, welche sich der Internetsicherheit verschrieben haben und ein wachsames Auge darauf haben, dass Sie und Ihre Daten sicher sind, wenn Sie sich auf einer Webseite bewegen. Achten Sie daher darauf, ob die Webseite solche Gütesiegel, wie beispielsweise trustE, aufweist und sich von diesen prüfen läßt.

–          Wie geht der Geldtransfer vonstatten? Gerade wenn Geld mit im Spiel ist, ist doppelte Vorsicht geboten. Von daher schauen Sie genau, dass es sich um eine verschlüsselte Seite handelt (erkennbar an dem https: statt http: in der Adressleiste) und dass sichere Zahlungsmethoden angeboten werden, wie beispielsweise PayPal.

–          Wo sitzt die Webseite? Natürlich muss nicht jede Webseite in Deutschland ansässig sein. Aber sie sollte in Europa ihren Sitz haben. Und Sie sollten in der Lage sein über Impressum oder AGB die genaue Anschrift der Firma ausfindig zu machen.

–          Was sagen andere über die Webseite? Die meisten Seiten bieten eine Referenzseite an. Aber wie sicher kann man sich sein, dass dies auch wirklich echte Bewertungen sind? Von daher, geben Sie den Firmennamen mal bei Google ein und sehen Sie, ob Sie Foren finden, wo Kunden diese Seite bewertet haben.

Ein guter Ruf ist unbezahlbar. Dies gilt auch, oder gerade im Internet.  Und hierbei gilt es zu beachten, dass ein schlechter Ruf sich meist schneller verbreitet als ein guter. Eine Umfrage hat gezeigt, dass von 100 zufriedenen Kunden gerade mal  einer seine Erfahrung an Freunde oder gar über eine Bewertungsseite weitergibt. Aber von 100 unzufriedenen Kunden werden 95 dies ihren Freunden sagen.


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Category: Internet & Technik, Lifestyle, Shopping

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