Diamantenimitate

| 21. März 2012 | Kommentare (0)

Seit dem Mittelalter versuchen immer wieder Menschen den „König der Edelsteine“ zu kopieren. Um entweder mit Betrugsabsichten ihre Mitmenschen zu hintergehen oder einfach nur um schöne Schmuckstücke für „Normalsterbliche“ erschwinglich zu machen.

Heutzutage ist der beliebteste Stein um einen Diamanten vorzugaukeln der Zirkonia.  Dieser ist ein künstlich hergestellter Einkristall. Es gibt ihn in vielen Farbschattierungen. Die beliebtesten, für den Einsatz in Schmuckstücken, sind farblos, gelb, rot bis braun. Es gibt ihn aber auch bläulich, rosa oder schwarz.

Andere Edelsteine die Ähnlichkeit mit dem Diamanten haben sind beispielsweise Quarz, Topas, Beryll oder Saphir.

Der Topas ist ein recht häufig vorkommendes Mineral und gehört zu der Familie der Silikate. Er kommt in verschiedensten Farbschattierungen vor, meist jedoch farblos oder helle Brauntöne. Ein Brilliant geschliffener Topas schaffte es im Jahre 1740 unter dem Namen Braganza-Diamant in die Krone des Portugiesischen Königs, da Topase nach dem Schleifen Diamanten zum Verwechseln ähnlich sehen können.

Ebenfalls oft als Diamantenimitat angeboten wurden alle Arten von klaren Quarzen, wobei sie für geübte Augen sehr einfach zu enttarnen sind. Hier gibt es unzählige Arten wie Milchquarz, Rosenquarz, Rauchquarz, Bergkristalle.

Quarz ist ein sehr vielschichtiges Material und findet in zahlreichen Anwendungsbereichen seinen Platz. Beispielsweise wird Quarzsand auch in der Glasgewinnung oder auch in der Zementherstellung verwendet.

Der Amethyst ist ein Quarz, der durch Gammastrahlung seiner Eisenionen eine violette Färbung erhält.  Für Schmuckstücke werden Quarze wie Achat, Amethyst, Jaspis oder Onyx verwendet.  Diese besitzen durch ihre hohe Festigkeit und ihre Polierbarkeit beste Voraussetzungen, um als Schmuckstein zu glänzen.

Der Saphir ist ein Mineral der Gattung des Korunds. Da er im Gegensatz zu den anderen Imitaten einen gewissen Eigenwert besitzt ist er als Schmuckstein akzeptiert. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben. Man spricht allerdings meist nur bei den blauen Exemplaren von Saphiren und bei roten von Rubinen.

Durch künstliches Kristallwachstum können auch synthetische Saphire produziert werden. Diese finden allerdings ihre Verwendung meist in anderen Bereichen als der Schmuckherstellung. Beispielsweise werden synthetische Saphire wegen ihrer Härte in der Weltraumtechnik verwendet, um hitzebeständige Glasscheiben herzustellen.

Eine andere Variante um Diamanten zu kopieren ist Glas. Sogenannte Strass-Steine, bei denen dem Glas Blei zugesetzt wird, um die grüne Färbung des Glases zu vermeiden. Die Verwendung von Strass ist nicht automatisch minderwertig, es gibt namhafte Firmen, die sich auf die Verwendung von Strass und Kristallglas spezialisiert haben, wie beispielsweise Swarovski.

Glas kann in Verbindung mit Diamanten aber noch anders genutzt werden. Fehlerhafte Diamanten werden laserbehandelt, d.h. es werden Schadstellen und Einschlüsse mit Hilfe eines Lasers herausgeschnitten und die Hohlräume werden mit Glas verfüllt. Gegen das Laserbehandeln ist an und für sich nichts einzuwenden, vorrausgesetzt der Käufer wird hierüber entsprechend informiert. Für das ungeübte Auge des Laien ist der Unterschied nicht sichtbar.

 

Diamantimitate sind nicht automatisch mit Modeschmuck und billig gleichzusetzen. Mit der Verwendung von Imitaten wurde vielmehr der Schmuckindustrie die Möglichkeit gegeben, ihren Schmuck einer breiteren Masse anzubieten. Verwerflich ist es nur dann, wenn der Käufer im Glauben gelassen wird, er würde in einen echten Diamanten investieren.


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Category: Lifestyle, Shopping, Wissen & News

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