Die größten Diamanten der Welt – Teil 3: Der Blaue Wittelsbacher

| 17. März 2012 | Kommentare (0)

Der Blaue Wittelsbacher ist einer der größten Diamanten mit einer natürlich blauen Färbung, der je gefunden wurde. Sein ursprüngliches Rohgewicht und der Ort des ersten Schliffes sind leider nicht bekannt. Auch der Fundort ist unklar, obwohl es die Vermutung  gibt, dass er aus der Indischen Mine in Kollur stammt.

Ende des Jahres 1666 bracht ihn Margarita Theresa  von Spanien nach Wien. Dieser Edelstein und andere Juwelen ihrer Familie waren die Mitgift zu ihrer Hochzeit mit Leopold I. Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor, von denen 3 frühzeitig verstarben. Die verbleibende Tocher Maria Antonia heiratete auf geheiß ihres Vaters am 15. Juli 1685 Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern und auch ihr wurde der Blaue Wittelsbacher als Teil der Mitgift vermacht.

Sie ihrerseits vermachte den Stein dann Ihrer Nichte Maria Amalia zu Ihrer Hochzeit mit Karl Albrecht von Bayern dem späteren Kaiser Karl VII.  Der blaue Diamant wurde zur Gründung des Königreiches Bayern in die Kaiserinnenkrone eingefügt. Nach dem Tod von Maria Amalia 1761 ging er an ihren Sohn, den Kurfürsten Maximilian III Joseph. Er liess den Edelstein in das Ordenszeichen des „Ordens vom goldenen Vliess“ einfassen.

1806 wurde Kurfürst Max Joseph zum ersten König von Bayern ernannt und zu diesem Zeitpunkt fand der Stein seinen Platz als Leitstein in der Königskrone.

Der blaue Diamant verließ sein Zuhause in der Krone erst wieder als, infolge der Weltwirtschaftskrise, das Geschlecht der Wittelbacher gezwungen war, einige ihrer Wertgegenstände zu veräussern.

1931 wurde der blaue Wittelsbacher zum ersten mal zur Auktion bei Christie’s angeboten, es fand sich jedoch kein Käufer.  Verkauft wurde er dann letztendlich 1951 in Antwerpen.

Das letzte Mal in der Öffentlichkeit ausgestellt wurde der blaue Wittelsbacher in 1958. Seitdem ist er in privatem Besitz.

Der Britische Juwelier und Edelsteinhändler Laurence Graff erwarb ihn im Jahre 2008 und liess ihn 2009 umschleifen und gab ihm einen neuen Namen „The Wittelsbach-Graff Diamond“.

Diese Änderung löste unter Experten Missmut aus, da viele Fachkundige es als einen Skandal empfinden  einen solch historischen Diamanten sowohl in Form als auch den Namen zu verändern. Im Original wog dieser historische Edelstein 35,56 Karat. Durch den neuen Schliff verlor der Stein zwar 4,5 Karat doch er strahlt nun schöner und klarer als je zu vor.

Vom 29. Januar bis zum 1.September 2010 wurde der „Neue“ Diamant im Smithsonian Institution in Washington D.C. ausgestellt, zusammen mit dem legendären Hope-Diamanten. Vom Oktober 2010 bis Januar 2011 kam er in das  American Museum of Natural.

Gerüchten zufolge wurde der Wittelsbach – Graff Diamant 2011 an einen unbekannten Käufer für eine unbekannte Summe verkauft.


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