Diamantfassungen bei Ringen

| 7. März 2012 | Kommentare (0)

Welche Frau mag keinen Schmuck. Insbesondere natürlich Diamantschmuck. Also warum nicht auch mehr darüber lernen? Daher wollen wir uns heute mal die verschiedenen Fassungen für Diamanten näher anschauen.

Denn ganz egal ob Sie einen klassischen Solitärring haben, oder einen Ring der über und über mit Diamanten besetzt ist, die Fassung ist immer ein massgeblicher Teil des Designs. Sie beeinflußt das Aussehen und erst die richtige Fassung macht aus einem Diamanten ein unvergeßliches Schmuckstück.

 

Zargenfassung

Die Zargenfassung (oder auch Krallenfassung) ist die am häufigsten verwendete Fassung für einen Solitärdiamanten. Bei ihr steht der Diamant im Vordergrund, nicht die Fassung. Sie läßt zu, daß Licht in den Diamant eintreten und ihn zu vollen Glanz bringen kann, während gleichzeitig der Diamant sicher gehalten wird.

Dabei ist die Dicke der Zargen entscheidend. Je dünner, desto besser scheint der Diamant (weil mehr Licht eintreten kann), je dicker, desto sicherer ist der Diamant gehalten. Ein Balanceakt, den es gilt richtig zu bekommen.

Die Zargen werden auf der Oberseite des Ringes (auch Kopf genannt) angesetzt und gehen hoch und auswärts und umschliessen den Diamant.

Meist halten die Zargen den Diamant an vier Ecken, oder auch (regelmäßig verteilt) an fünf oder sechs Punkten.

 

Kanalfassung

Bei der Kanalfassung werden die Diamanten (meist runde Diamanten) in Kanäle gefaßt und liegen mit den Kanten in einer feinen Nut unterhalb der Oberfläche.

Dadurch können sie ohne Unterbrechung nebeneinander gesetzt werden und sind geschützt, da keine Kanten frei liegen.

Die Kanalfassung kann sowohl für einen einzelnen Stein verwendet werden, aber häufiger ist sie bei Ewigkeitsringen, wo der Ring ringsum mit Diamanten besetzt ist.

 

Im Chaton gefasst

Bei einem im Chaton (auch Faßzarge genannt) gefaßten Diamanten wird dieser von einem Streifen Edelmetall umgeben und gehalten.  Der Chaton sitzt auf der Oberseite des Ringes, wodurch der Stein erhaben ist und dem Ring eine zusätzliche Höhe verleiht.

Eine Variation der Chatonfassung ist die Halb-Chaton-Fassung, bei der die Fassung zweigeteilt ist. Diese umfaßt den Stein nicht vollkommen und erlaubt so vielfache Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Cluster Fassung (Anhäufung)

Die Clusterfassung gibt die Möglichkeit, mehrere Diamanten zusammen zu arrangieren/ gruppieren. Oftmals in Blumenform arrangiert, mit einem einzelnen Diamanten (oder auch anderen Stein) in der Mitte und sechs bis acht Diamanten (oftmals kleiner als der zentrale Stein) ringförmig aussen herum.

Der Cluster kann aber auch eine freiere, abstrakte Form haben.

Da die Steine im Cluster oft auf verschiedenen Ebenen sitzen, verleiht es dem Ring Höhe.

 

Bündige Fassung

Die Steine sind in dem Ring versunken, so dass sie bündig mit der Oberfläche abschliessen. Lediglich die Krone des Steins schaut heraus.

Diese Fassung wurde in letzter Zeit immer beliebter, auch wenn sie nicht unbedingt die ideale Fassung für Diamanten ist, da sie kein Licht in den Stein erlaubt und so das Funkeln und Glitzern des Diamanten unterbindet.

 

Pavé Fassung

Bei Ringen, die aussehen, als wären sie über und über mit Diamanten besetzt, nennt man die Fassung Pavéfassung (pavé ist französisch und heißt “gepflastert”).

Um die Diamanten in den Ring einzusetzen werden kleine Löcher gebohrt. Die Diamanten sollten alle die gleiche Höhe haben und wenn sie präzise geschliffen sind, füllen sie die Oberfläche vollständig aus.

Nachdem der einzelne kleine Diamant eingesetzt ist, wird etwas Metall von der Oberfläche des Ringes über die Kanten geschoben (sichtbar als kleine Perle), um den Stein in Position zu halten.

Eine Pavéfassung herzustellen bedarf eine ruhige Hand und viel Erfahrung. Nicht zuletzt der hohe Arbeitsaufwand treibt den Preis bei Pavéfassungen in die Höhe.

Aber um einen Ring in Pavéfassung zu bewerten, sollte man immer auf die Gesamterscheinung achten. Nur wenn der Ring aussieht als wäre er mit einem glitzernden Diamantenteppich besetzt, ist er wirklich gut entworfen und gefertigt.

 

Perlenfassung

Ähnlich wie bei der Pavéfassung werden auch hier die Diamanten mit “Perlen” festgehalten, allerdings sind die Steine hier weiter auseinander. Das Gold ist deutlich sichtbar zwischen den Diamanten und gibt ein völlig anderes Erscheinungsbild als bei der Pavéfassung.

Die Goldperlen sind grösser und können auch nochmal extra dekoriert werden.


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